Evangelische Allianz Marburg stellt sich hinter Kongress für Psychotherapie und Seelsorge

Vom 20. bis 24. Mai 2009 findet in Marburg der „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge statt. Gegen diesen Kongress wird von verschiedenen Seiten protestiert. Aus diesem Anlass hat die Evangelische Allianz Marburg in ihrer Sitzung am 21. April 2009 folgende Erklärung abgegeben:

Erklärung der Evangelischen Allianz Marburg zum 6. Internationalen Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge vom 20. bis 24. Mai 2009 in Marburg

Wir als Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen, Gemeinden, Gemeinschaften, Werken und Organisationen, die der Evangelischen Allianz Marburg angehören, begrüßen den 6. Internationalen Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge in unserer Stadt Marburg.

Wir sind dankbar für die qualifizierte und segensreiche Arbeit der über eintausend christlichen Psychiater, PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, TherapeutInnen und SeelsorgerInnen aus dem In- und Ausland, die sich zu diesem Kongress angemeldet haben. Aus der Erfahrung der Gemeindepraxis wissen wir, wie wichtig kompetente und engagierte seelsorgerliche und therapeutische Begleitung von Menschen in unserer Zeit ist.

Wir freuen uns, dass die Universitätsstadt Marburg nunmehr zum dritten Mal Gastgeberin für diesen Kongress ist. Wir sind dankbar, dass sowohl der Präsident der Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Volker Nienhaus, als auch der Oberbürgermeister der Stadt Marburg, Egon Vaupel, deutlich gemacht haben, dass Marburg als liberale, weltoffene und den Menschen zugewandte Stadt sich nicht von bestimmten Lobbygruppen beeindrucken lässt, die im Zusammenhang mit diesem Kongress versuchen, die Meinungs-, Rede- und Forschungsfreiheit einzuschränken.

Wir treten entschieden für diese bürgerlichen Grundrechte ein und fordern alle Verantwortlichen in der Universität, der Stadt und dem Land Hessen dazu auf, allen Versuchen der Zensur und Einschüchterung, die gegen diesen Kongress oder einzelne ReferentInnen gerichtet sind, deutlich zu widerstehen.

Wir hoffen darauf und beten dafür, dass auch während dieses Kongresses Marburg sich als toleranter und friedlicher Ort von Forschung, Lehre, Meinungs-, Bildungs- und Glaubensfreiheit erweisen wird.

Einstimmig angenommen in der Sitzung der Evangelischen Allianz am 21. April 2009

Der Vorstand:
Karl Böttner, Dipl. Ing., 1. Vorsitzender
Alexander Hirsch, Pastor, 2. Vorsitzender
Michael Reuter, Geschäftsführer, Kassierer
Georg Kalb, Sozialarbeiter, Schriftführer

3 Gedanken zu „Evangelische Allianz Marburg stellt sich hinter Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“

  1. Wir schließen uns diesem Statement an, in der Hoffnung, dass in unserem freiheitlichen Rechtsstaat auch diese Veranstaltungen unbehelligt bleiben. Wem sie ein Ärgernis sind, muß ja nicht hingehen. Anderen tun sie gut und für manchen sind sie hilfreich. Darum muß unsere freie Meinungsäußerung erhalten bleiben! Wir hatten es auch schon anders in unserem Land! So etwas sollte sich nie mehr wiederholen….

    I.und M.Seidel

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