Konzert mit Poetrio Brasilis

Poetrio Brasilis
Poetrio Brasilis

Konzert mit Poetrio Brasilis am 17. Okt. 2009 in der Evangeliumshalle Wehrda.

Flöte, Cello und Gitarre ist eine eher seltene Kombination. Die drei jungen Musiker aus Brasilien haben klassische Werke ihrer brasilianischen Landsleute, aber auch anderer für diese drei Instrumente transkribiert und tragen sie meisterhaft vor.

Vorverkauf 7,- (Francke-Buchhandlung), Abendkasse 8,-

www.myspace.com/poetriobrasilis

Hilfswerk Open Doors informiert über die weltweite Christenverfolgung

Weltweit werden etwa 100 Millionen Christen verfolgt oder benachteiligt. Die Länder, in denen sie am schärfsten verfolgt werden, sind mehrheitlich Staaten, in denen der Islam die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist. Wenn dort Muslime zum Christentum konvertieren, begehen sie in den Augen von Religionswächtern ein todeswürdiges Verbrechen. Weshalb viele ihren Glauben geheim halten, um der gesellschaftlichen wie familiären Ächtung zu entgehen. Was es bedeutet, als Christ in einem feindlichen Umfeld zu leben, warum Ex-Muslime in Gefahr sind und wie ihnen geholfen werden kann, erläutert Margret Meier von dem Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors am Sonntag, dem 20. September ab 10 Uhr im Gottesdienst der Anskar-Kirche.

Neue Ovalbahn für Island-Reiten – Eröffnung und Flohmarkt

Eröffnung und Reitbedarfs-Flohmarkt am 3. Oktober, 15.00 Uhr in Cyriaxweimar

In den vergangenen Wochen ist auf dem Glaubenshof Cyriaxweimar eine Ovalbahn für Gangpferde (Länge 250 m)  für den Reitbetrieb der Islandpferde-Reitschule von Sandra Köhler entstanden. Am 3. Oktober, 15.00 Uhr, wird die Bahn mit Reitvorführungen, Reitwettbewerben und anderen Attraktionen festlich eröffnet. Für das leibliche Wohl wird die Glaubenshofküche sorgen.

Daneben wird ein Flohmarkt mit dem Angebot von Reitbedarf, aber auch anderen Sachen stattfinden. Wer auf dem Speicher noch „Schätze“ vom Steigbügel bis zum Sattel oder andere Flohmarktsachen hat, ist herzlich eingeladen, sie selbst zu verkaufen. Standgebühr 5 €. Anmeldung unter 06421 31331 bitte bis zum 28. September 2009.

Kinderbibelwoche in der Stadtmission

flyer-villa-munterbunt_vorneDie Evangelische Stadtmission lädt alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zu einer Woche Spiel, Spaß und Spannung in der „Villa Munterbunt“ ein. Das Programm findet vom 13.–17. Juli täglich von 14.00 – 18.00 Uhr statt. Am 19. Juli schließt die Woche mit einem Familiengottesdienst um 10.15 Uhr. Es wird ein Kostenbeitrag erhoben von 20 Euro pro Kind für die ganze Woche, inklusive Kuchen und Getränke.

“Wir laden dich herzlich ein, jeden Tag dabei zu sein und Geschichten aus der Bibel, Theater, Puppenspiel, Spiele-Action, Singen, Basteln u.v.m. zu erleben.”

Infos bei Gemeinschaftspastor Thomas Huth, Tel. (0 64 21) 2 57 08, E-Mail Thomas.Huth(at)gmx.net.

Deutsche Evangelische Allianz: Für christliche Grundwerte in unserem Staat

Die Evangelische Allianz in Deutschland (DEA) hat in einer umfassenden Stellungnahme unter dem Titel “Sucht der Stadt Bestes” erstmals ihre politischen Grundüberzeugungen im Zusammenhang veröffentlicht. Der Verband, dem sich nach Schätzungen ca. 1,4 Millionen Christen aus Landes- und Freikirchen zugehörig fühlen, will mit dem Dokument über die gesellschaftlichen Ziele der Bewegung informieren.

In der Stellungnahme wird der freiheitliche Verfassungsstaat der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich bejaht. Dabei lehnt die Evangelische Allianz Forderungen nach einem “christlichen Staat” ab, betont die bewährte Trennung von Kirche und Staat, fordert aber auch die Parlamentarier und die Regierung auf, sich der christlichen Wurzeln der modernen Demokratie zu erinnern, sie zu fördern und sich davon leiten zu lassen. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: “Die klare Unterscheidung zwischen dem geistlichen Auftrag der Kirche und dem weltlichen Auftrag des Staates ist elementar. Nach unseren Überzeu­gungen darf sich weder der Staat anmaßen, als totalitäre Ideologie alle Lebens­bereiche seiner Bürger zu bestimmen, noch die Kirche, weltliche Herrschaft im säkularen Staat ausüben zu wollen.”

Zu den Grundüberzeugungen der Evangelischen Allianz gehören seit ihrer Gründung 1846 außerdem der Einsatz für weltweite Menschenrechte und Religionsfreiheit, auch für andere Religionen, für den Lebensschutz und die friedliche Beilegung von Konflikten. “Christen der Evangelischen Allianz sehen wie viele andere eine besondere Verantwortung für die Schwachen und Ausgegrenzten in der Gesellschaft. Sie wenden sich gegen jede Form von Rassismus und beugen sich unter die Schuld der Christenheit, in der Vergangenheit Rassismus gefördert, unterstützt oder geduldet zu haben. Jede Form von Sklaverei, auch in der modernen Form der Ausbeutung und des Menschenhandels, ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde.”

Lesen Sie die gesamte Meldung auf den Seiten der Deutschen Evangelischen Allianz.

Hier geht es zu der Erklärung “Suchet der Stadt Bestes”.

Bischof Huber in der OP über Evangelikale

Wolfgang Huber
Wolfgang Huber

OP: In Marburg gab es kürzlich viel Wirbel um einen christlichen Seelsorgekongress. Im Raum stand auch der Vorwurf, dass Evangelikale als christliche Fundamentalisten versuchen, Einfluss zu bekommen.  Was sagen Sie dazu?

Huber: Ich habe das natürlich wahrgenommen. Es gibt einen christlichen Fundamentalismus, mit dem man sich kritisch auseinandersetzen muss. Er liegt dann vor, wenn abweichende Positionen pauschal abgewertet werden. Doch die allgemeine Gleichsetzung eines solchen Fundamentalismus mit den Evangelikalen halte ich für unangemessen. Ich trete ein für einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Frömmigkeitsformen und bin für eine offene, wo immer nötig auch kritische Diskussion. Dass versucht wurde, diese Diskussion zu behindern und die Meinungsfreiheit einzuschränken, kann ich ebenso wenig gutheißen wie manche pauschalen Urteile über die Evangelikalen, die in letzter Zeit laut geworden sind.

Wolfgang Huber, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, im Interview mit der Oberhessischen Presse, 4.6.2009.

Marburg – ein toleranter Ort in Hessen?!

Aus Anlass der anhaltenden Kontroverse um den “Kongress für Psychotherapie und Seelsorge” hat der Vorstand der Evangelischen Allianz Marburg folgende Erklärung abgegeben:

Marburg – ein toleranter Ort in Hessen!?

In wenigen Tagen werden etwa eintausend Psychotherapeuten, Psychiater, Psychologen und Seelsorger zu einem Fachkongress zum Thema „Identität“ nach Marburg anreisen.
Zum dritten Mal ist unsere schöne Stadt Gastgeber für diese Fachleute, die sich tagein, tagaus um Menschen bemühen und die auf diesem Kongress das Gespräch mit Kollegen suchen und interne Fortbildung und Schulung anbieten.

Wir heißen diesen Fachkongress ausdrücklich und herzlich in Marburg willkommen!

In der Auseinandersetzung im Vorfeld dieses Kongresses ist ein sehr aggressives Klima in der Stadt entstanden. Durch Diffamierungen und Falschbehauptungen wurden einzelne Referentinnen und Referenten, dann der ganze Kongress und schließlich Christen in Marburg allgemein angegriffen. Dadurch angeregt wurden Bündnisse geformt, die den Kongress verhindern wollen.

Dabei ist offenbar nicht auszuschließen, dass es neben Demonstrationen auch zu gewalttätigen Angriffen kommen kann. Im Internet werden Studenten aus Gießen, Frankfurt, Kassel, Göttingen usw. aufgefordert, gemeinsam den Kongress zu verhindern.

Inzwischen sind in Marburg die Gebäude von Gemeinden und christlichen Organisationen verschiedener Konfessionen sowie Privathäuser mit Parolen beschmiert und beschädigt worden. Diese intoleranten Aktionen zeigen, dass sich das Klima in Marburg zuzuspitzen droht.

Es kann in unserer freien und offenen Stadt nicht sein,

  • dass einzelne Personen verunglimpft und Christen angegriffen werden,
  • dass ein Fachkongress gezwungen werden soll, Referenten auszuladen, weil sie manchen Lobbygruppen ein Dorn im Auge sind,
  • dass durch einseitige politische Agitation eine Veranstaltung verhindert werden soll, die weder in ihren Themen noch in ihrer Ausrichtung mit dem übereinstimmt, was ihr vorgeworfen wird.

Wir rufen alle Verantwortlichen in Politik, Universität und Gesellschaft auf, sich auch weiterhin gegen alle undemokratischen Versuche der Einschüchterung, des Krawalls und der Einschränkung von Grundrechten einzusetzen.

Setzen Sie sich mit uns für Redefreiheit, Religionsfreiheit, Wissenschafts- und Therapiefreiheit ein!

Als Marburger Christen wollen wir nicht nur gute Gastgeber für den Kongress sein, wir müssen als Demokraten auch die Grundrechte unserer demokratischen Gesellschaftsordnung verteidigen.

Wir jedenfalls stehen ein für einen sachlichen und offenen Diskurs, für Wahrheit und Toleranz in der inhaltlichen Auseinandersetzung und für Rede- und Meinungsfreiheit aller Bürger dieser Stadt und unserer Gäste aus dem In- und Ausland.

Für viele Christen in dieser Stadt:

Der Vorstand der Evangelischen Allianz Marburg
Karl Böttner, Alexander Hirsch

Gebäude von mehreren Gemeinden und Werken beschmiert

tabor-hinweisschild-1105091Offensichtlich im Zusammenhang mit dem “Kongress für Psychotherapie und Seelsorge”, der vom 20.-24. Mai in Marburg stattfindet, wurden in der Nacht auf Montag den 11. Mai die Gebäude verschiedener christlicher Gemeinden und Einrichtungen beschmiert. Unter anderem wurden mehrere Gebäude bzw.
Schaukästen und Hinweisschilder der Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor sowie der
Marburger Mission von Unbekannten mit politisch motivierten Parolen verschmiert und
beschädigt. Ebenso wurden Einrichtungen des Christus-Treffs, sowie weiterer Gemeinden beschmiert.

Tief enttäuscht zeigten sich die Verantwortlichen von Tabor und Marburger Mission über die Aggression der
„selbsternannten Kongressgegner“ gegen Evangelische Einrichtungen Marburg. „Mit solchen Aktionen werden in unserer Stadt Grundrechte unserer Demokratie, wie Meinungs- und Glaubensfreiheit sowie Eigentumsrechte verletzt und letztlich deutlich gemacht, dass es längst nicht mehr um inhaltliche Fragen während eines Kongresses geht. Wir sind enttäuscht und haben kein Verständnis für diese Form der Aggression.“

Christus-Treff reagiert auf Angriffe

Ein Aktionsbündnis ruft zu einer Demonstration gegen den Kongress für Psychotherapie und Seelsorge auf. In dem Demonstrationsaufruf heißt es:

Evangelikale sind eine rückwärtsgerichtete Strömung innerhalb des Protestantismus, die sich durch fundamentalistische Bibelauslegung, Absolutheits- und Missionierungsanspruch auszeichnet und die nach gesellschaftlichem Einfluss streben. Ein Beispiel hierfür ist der Marburger Christus Treff, dessen wöchentliche Gottesdienste großen Anklang finden.

Der Marburger Christus-Treff hat nun in einer Erklärung zu den Angriffen Stellung genommen. In der Erklärung, die auf den Internetseiten der Deutschen Evangelischen Allianz dokumentiert wird, heißt es unter anderem:

Wir sind dagegen, dass irgendeinem Menschen von irgendjemandem ein Lebensentwurf aufgedrückt werden soll. Davon distanzieren wir uns ausdrücklich. Als Christen glauben wir, dass jeder Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist. Deshalb respektieren wir jeden Menschen einschließlich seiner Lebensentscheidungen.

Wir lehnen diesen Versuch ab, einen wissenschaftlichen Kongress im Vorfeld zu diskreditieren und das Fachgespräch von Psychiatern, Psychotherapeuten, Psychologen, Therapeuten und Seelsorgern verhindern zu wollen. Solche Forderungen sind ihrerseits intolerant und inakzeptabel. Gerade weil Menschen in unserer Gesellschaft ein freies und selbstbestimmtes Leben führen können sollen, ist der Aufruf, diesen Kongress zu verhindern, in unseren Augen der Versuch eines Eingriff in die Forschungsfreiheit, Redefreiheit, Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit. Hier schließen wir uns der Erklärung der Marburger Evangelischen Allianz an.

Eine ausführliche, neutrale Darstellung der Evangelikalen Bewegung und ihrer Anliegen findet sich übrigens in der Wikipedia.